#Hashimoto: Leben ohne L-Thyroxin I Der Versuch ist beendet!

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Im Titel könnt ihr ja bereits lesen, worauf dieser Beitrag hinausläuft. Es gibt allerdings einiges dazu zu erzählen und zu erklären. Diese Entscheidung zu treffen war nicht leicht. Im Gegenteil. Dennoch musste ich sie aus bestimmten Gründen treffen...

Im vorerst letzten Beitrag zu meiner Serie #Hashimoto zeige ich euch meine Laborwerte mit der L-Thyroxin Dosis von 50 Mikrogramm, erzähle euch von meiner Arztbesprechung und der einen Tatsache: Mein Versuch, ohne L-Thyroxin zu leben, ist beendet!

Natürlich verrate ich euch all die Gründe, die dazu führten, dass ich meinen Versuch abbrechen musste. Glaubt mir, es war nicht einfach, den Versuch zu beenden, aber es musste eben sein. Wie es dazu kam, wie es mir nun damit geht und wie es mit den Hormontabletten für mich weitergeht, das erfahrt ihr jetzt.

 

 

Die letzten Tage meines Versuchs

Dass ich mir nicht sicher bin, ob mein Versuch, ohne L-Thyroxin zu leben, weitergehen kann habe ich euch im vorherigen Beitrag zu meinem Versuch geschrieben. Irgendwie hat sich ein Ende des Versuchs schon etwas angekündigt, aber zu dem Zeitpunkt dachte ich noch nicht, dass es wirklich vorbei sein wird. Erst einmal ging es mit dem üblichen Vorgehen weiter.

 

Blutabnahme & Laborwerte

Ich war wie immer nach 8 Wochen bei der Blutabnahme. Zuerst mussten wir die Schilddrüsenwerte feststellen, um zu entscheiden, ob und wie es weitergeht. Außerdem hatten meine Ärztin und ich uns vorgenommen, auch die Vitamin D-, Vitamin B12- und die Leberwerte zu checken. Deshalb wurde mein Blut auch auf diese Werte überprüft. Ich war also zur Blutabnahme bei meiner Ärztin und einige Tage später dann zur Besprechung.

Meine Laborwerte mit der Einnahme von L-Thyroxin 50 sahen so aus:

  • TSH-Wert: 12.45
  • fT4-Wert: 11.9

Mein TSH-Wert, der die Schilddrüsenfunktion widerspiegelt, ist also um das Doppelte gestiegen und somit deutlich erhöht. Mit meinem Wert über 12 habe ich die aktuelle Toleranzspanne ausgereizt und liege damit nun im akuten Behandlungsbereich. Mein ft4-Wert, der eine Schilddrüsenunterfunktion anzeigt, ist nur ganz minimal gestiegen und liegt demnach immer noch im Normalbereich.

Mein Werte von Vitamin B12 und D liegen noch ganz knapp im Normalbereich. Ich habe also keinen akuten Mangel.

Meine Leberwerte waren alle wieder in Ordnung.

 

#Hashimoto: Die letzten Tage meines Versuchs...

 

Termin beim Arzt

Nachdem mein Blut im Labor untersucht wurde, hatte ich bei meiner Ärztin einen Termin zur Besprechung.

Vorab: Auch, wenn die Vitamin B12- und D-Werte in Ordnung waren, lagen sie dennoch an der Grenze. Meine Ärztin riet mir deshalb dazu, das Vitamin B12 weiterhin so zu nehmen wie vorher und Vitamin D zusätzlich jetzt über die Winterzeit einzunehmen. Das heißt, jeden zweiten Tag eine Vitamin B12- und jeden Tag eine Vitamin D-Tablette.

Meine Leberwerte waren ja alle wieder in Ordnung, von daher alles gut. Meine Ärztin sagte, dass die Abweichung beim letzten Mal eventuell durch die Impfung, die ich damals einige Tage vor der Blutabnahme bekam, entstand.

Nun zu den wichtigsten Faktoren, zu den Schilddrüsenwerten. Meine Ärztin meinte, dass mein TSH-Wert nun in einem Bereich liegt, in dem man einen Hashimoto-Patienten behandelt. Sie sagte aber auch, dass mein ft4-Wert noch im Normalbereich liegt und die weitere Behandlung deshalb in zwei verschiedene Richtung gehen kann.

Ich kann den Versuch, ohne L-Thyroxin zu leben, beenden oder ich kann ihn fortführen, erklärte mir meine Ärztin. Die Entscheidung lag bei mir. Meine Ärztin meinte zwar, dass ich den Versuch weiterführen könnte, wenn ich wollen würde, weil eben mein ft4-Wert noch im Normalbereich liegt und es mir sonst auch gut geht, dass sie mir aber eher dazu raten würde, den Versuch zu beenden. Schließlich ist der TSH-Wert deutlich gestiegen und die Tendenz würde so aussehen, dass der Wert nur noch immer weiter und weiter steigen würde. Irgendwann würde ich dann wohl klar spüren, dass meinem Körper eine L-Thyroxin Dosis von 50 nicht reicht. Die Aussichten sehen also nicht gut aus. Zudem fand meine Ärztin die Tatsache, dass ich Haarausfall bekommen habe, gar nicht gut und meinte, dass ich mir das nicht antun sollte. Außerdem sprachen wir dann auch noch über das Thema Schwangerschaft. Sollte ich in Zukunft irgendwann schwanger werden wollen, müsste ich höchstwahrscheinlich L-Thyroxin einnehmen, auch wenn ich vorher geschafft habe, es auszuschleichen. Ohne L-Thyroxin und zudem mit diesen Blutwerten wird es schwierig werden, schwanger zu werden oder gar nicht erst funktionieren. Auch diese Aussichten sehen also nicht gut aus. Was macht es für einen Sinn, wenn ich es schaffe, jetzt ohne L-Thyroxin zu leben und dann aber in naher Zukunft die Hormontabletten wieder nehmen muss, weil ich schwanger werden möchte? Und das möchte ich definitiv irgendwann. Natürlich macht das – zumindest für mich – keinen Sinn. Das meinte auch meine Ärztin.

Dennoch war es natürlich meine Entscheidung, den Versuch fortzuführen oder zu beenden.

 

 

Die Entscheidung: Der Versuch ist beendet!

Ich habe mich entschieden: Der Versuch, ohne L-Thyroxin zu leben, ist beendet. Zumindest vorerst. Ich weiß nicht, wie es in ein paar Monaten oder Jahren aussieht. Zum jetzigen Zeitpunkt geht es mit meinem Versuch erstmal nicht mehr weiter. Auch, wenn es mir schwerfällt, ich denke, es ist besser so. Warum genau ich den Versuch abbreche, erkläre ich euch jetzt.

 

#Hashimoto: Ich beende meinen Versuch.

#Hashimoto: Ich hatte wichtige Gründe für den Abbruch meines Versuchs.

 

Die Gründe

Die Aussichten sehen nicht gut aus, die Werte sind auch nicht optimal. Zudem würde mir die Sache mit der Schwangerschaft sowieso dazwischengrätschen. Und dann ist da auch noch der Haarausfall. Und das ist wohl der größte Grund, warum ich meinen Versuch beende.
Am Anfang empfand ich es als gar nicht so schlimm, dass mir einige Haare ausfielen. Mit der Zeit belastete es mich aber dann doch sehr und ich fand es einfach gruselig, dass so viele gesunde Haare in der Bürste, auf dem Boden, im Bett und einfach überall waren. Zeitweise hatte ich wirklich schon das Gefühl, man kann meinen Haarausfall sehen. Ich fühle mich damit wirklich unwohl. Das habe ich ja auch bereits im letzten Beitrag beschrieben. Der Haarausfall zeigt mir zudem, dass irgendetwas nicht stimmt. Es scheint, dass mein Körper unter der niedrigen Dosis L-Thyroxin leidet und eben nicht mehr so funktioniert, wie er soll. Das kann und möchte ich nicht einfach ignorieren. Außerdem hatte ich ja gesagt, dass der Versuch, ohne L-Thyroxin zu leben, nur funktioniert, wenn gesundheitlich alles in Ordnung ist und mein Körper trotzdem normal arbeitet. Und das ist eben nicht mehr der Fall. Und wer weiß, was vielleicht noch dazukommen würde, würde ich die L-Thyroxin Dosis weiter reduzieren. Das möchte ich ehrlich gesagt nicht herausfinden. Somit steht meine Entscheidung fest. Ich breche den Versuch ab.  

 

 

So geht es für mich jetzt weiter

Jetzt da der Versuch beendet ist, möchtet ihr bestimmt wissen, wie es für mich weitergeht. Welche L-Thyroxin Dosis nehme ich jetzt? Welche Maßnahmen treffe ich nun? All das möchte ich euch natürlich mitteilen.

Meine Ärztin und ich haben uns dazu entschieden, dass ich nun die L-Thyroxin Dosis wieder erhöhe, erstmal auf 75 Mikrogramm. Wir schauen jetzt, wie es mir mit dieser Dosis geht und inwiefern sich die Werte bessern. Eine Blutabnahme wird dann wieder in ca. 8 Wochen sein. Dann werden wir sehen, ob die Dosis ausreicht oder ob wir auf 100 erhöhen müssen. Ich würde mich sehr freuen, wenn mir 75 Mikrogramm ausreichen und ich nicht mehr auf 100 hochgehen müsste. Dann hätte ich es wenigstens geschafft, die Dosis ein wenig zu reduzieren. Ein kleiner aber feiner Erfolg. Ich freue mich aber jetzt mal nicht zu früh, sondern warte den nächsten Termin einfach ab. Wir werden im Endeffekt jetzt versuchen, mich wieder optimal einzustellen. Laut meiner Ärztin sollte das auch nicht allzu lange dauern.

 

So geht es mir damit

Seit einigen Tagen nehme ich nun das L-Thyroxin 75. An meinem psychischen Gemütszustand hat sich nichts verändert. Es geht mir seelisch immer noch gut, wie auch schon bei der niedrigeren Dosis.

Was sich deutlich verbessert hat, ist der Haarausfall. Ziemlich schnell, nach nur wenigen Tagen, habe ich bereits festgestellt, dass mir nicht mehr so viele Haare ausfallen. Das Ganze normalisiert sich also gerade wieder, zum Glück.

Auch, wenn ich ein bisschen traurig bin, dass ich den Versuch beenden musste und mir die Entscheidung dazu nicht leichtfiel, bin ich doch auch einerseits froh. Ich habe zwar irgendwie verloren und hatte ehrlich gesagt auch mehr von meinem Körper und mir erwartet, aber ich habe ja auch zu Beginn direkt gesagt, dass ich nicht enttäuscht sein möchte, wenn das alles nicht klappt. Und deshalb werde ich das jetzt auch nicht sein. Wie gesagt bin ich auch froh, denn mein Körper funktioniert wieder fast normal und meine Haare bleiben auf dem Kopf, das fühlt sich gut an. Ich fühle mich gut.

 

#Hashimoto: Es geht positiv für mich weiter.

 

 

Mein Fazit zum Versuch

Zum Schluss möchte ich euch noch kurz mein Fazit zu meinem Versuch, ohne L-Thyroxin zu leben, mitteilen. Auch, wenn mein Versuch jetzt erstmal nicht gekappt hat, bin ich doch froh, ihn angegangen zu sein. Der Versuch bzw. das Ausschleichen des L-Thyroxins hatte keinerlei dauerhafte negative Auswirkungen auf mich, meine Schilddrüse, meinen Körper. Der Versuch hat mir im Endeffekt nicht geschadet. Meine Ärztin meinte, dass mein Versuch vielleicht sogar etwas Positives bewirkt haben könnte. Es könnte sein, dass ich durch die Reduzierung der L-Thyroxin Dosis meine Schilddrüse ein bisschen anregen konnte, wieder etwas mehr zu arbeiten und sich ein bisschen zu regenerieren. Das werden wir aber erst mithilfe der nächsten Prüfung meiner Blutwerte sowie einer Ultraschalluntersuchung, die wir im nächsten Jahr machen, herausfinden. Ich bin schon sehr gespannt, ob sich mein Versuch tatsächlich positiv auf meine Schilddrüse ausgewirkt hat. Wir werden sehen. Jedenfalls bereue ich nicht, den Versuch, ohne L-Thyroxin zu leben, unternommen zu haben und bin einfach froh, dass ich es probiert habe. Durch den Versuch habe ich mich nämlich tiefer in die ganze Materie Hashimoto eingelesen, viel Neues gelernt und mitgenommen. Das ist mir definitiv richtig viel wert.

 

#Hashimoto: Mir geht es gut.

 

Was ich noch sagen möchte:

Ich hoffe, ihr könnt meine Entscheidung, den Versuch zu beenden, verstehen und ich danke euch schon mal von Herzen für euer Verständnis und ebenso für eure tolle Unterstützung!

 

 

Möchtet ihr wissen, wie es bei mir weitergeht und trotz des Abbruchs meines Versuchs weiterhin allgemeine sowie persönliche Themen zu Hashimoto auf meinem Blog lesen? Dann schreibt mir das doch gerne unten in die Kommentare! Ich freue mich, mein Leben mit Hashimoto weiterhin mit euch zu teilen! 

 

 

+++ Ankündigung +++

Für alle "Hashis" habe ich jetzt noch eine wirklich tolle und interessante Ankündigung:

Ab Freitag, den 24.11. startet der kostenfreie Hashimoto Onlinekongress, in dem Euch 30 Schilddrüsenexperten (Ärzte, Professoren, Heilpraktiker & Patienten) zeigen werden, wie ihr trotz Hashimoto mehr Energie, Lebensfreude und Gesundheit erlangt. Sogar Wege zur Remission sind möglich! 

Und so funktioniert der Hashimoto Online Kongress:

  • Ihr meldet euch kostenfrei mit eurer E-Mail-Adresse an und erhaltet dann jeden Tag ab dem 24.11. während des Kongresses eine kurze E-Mail (Tag 1 bis Tag 10) mit den Videos des Tages
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Und das erfahrt ihr auf dem Hashimotokongress:

  • Warum Hashimoto nicht nur eine Erkrankung der Schilddrüse ist
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  • Ob Jod wirklich gemieden werden sollte
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  • Warum Stress euch so fertig macht und wie ihr besser damit umgehen könnt

Ich freue mich, wenn ihr euch anmeldet und auch mit dabei seid. Bereits über 4.000 Hashis nehmen Teil und auch ich werde den Hashimotokongress gespannt verfolgen.

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Zhunami
23.11.2017 - 09:58
Auch ein gescheiterter Versuch ist eine wichtige Erfahrung, ich finde es gut, dass du ihn abgebrochen hast, das war eine reine Vernunftsentscheidung.
Maikikii
3 days 22 hours ago
Hi Zhunami, Vielen lieben Dank für dein tolles Feedback! Ich denke genauso. Liebe Grüße :)
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